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Berlin, 08.03.2012: Ein Jahr nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima, die zur Kursänderung in der Energiepolitik der Bundesregierung geführt hatte, zieht der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) eine ernüchternde Bilanz. „Statt den mutigen Ankündigungen zur Energiewende die entsprechenden Taten folgen zu lassen, blockiert die Bundesregierung den Umbau unserer Energieversorgung an entscheidenden Stellen“, kritisiert BEE-Präsident Dietmar Schütz. „Ob im Stromsektor, bei der Wärmeerzeugung, im Verkehr oder beim Thema Effizienz – Anspruch und Wirklichkeit klaffen in der Regierungspolitik weit auseinander.“
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Berlin, 23.02.2012: Die einfache Formel `Hunger entsteht durch hohe Preise auf den Weltagrarmärkten` ist falsch. Deutlich überschätzt werden zudem die Auswirkungen auf die Weltmarktpreise durch die Herstellung von Rohstoffen für die Biokraftstoffproduktion. Zu diesen Ergebnissen kommt eine neue Studie des Giessener Agrarökonomen Prof. Michael Schmitz. Vielfach sind die Weltmärkte abgekoppelt von den lokalen Handelsplätzen, auf denen sich die hungernden Menschen mit Lebensmitteln eindecken. Preisschwankungen auf den Weltmärkten führen daher nicht automatisch zu Schwankungen der Preise in Entwicklungsländern. „Regierungen betreiben oft eigene Handels- und Preispolitiken, die verhindern, dass hohe oder auch niedrige Weltmarktpreise die lokalen Märkte erreichen. Außerdem können hohe Transportkosten bei fehlender Infrastruktur die Weltmarktanbindung der heimischen Märkte völlig verhindern“, sagte Schmitz. Er wies darauf hin, dass sich die Menschen in vielen armen Ländern nicht von international handelbaren Gütern ernähren. „Sie greifen auf im Lande hergestellte, nicht-handelbare Nahrungsmittel zurück, wie Cassava, Sorghum und Hirse. Deshalb sind sie von den Vorgängen am Weltmarkt kaum betroffen“.
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Berlin, 21.02.2012: Holzpellets erweisen sich angesichts der mittlerweile drei Wochen andauernden Kälte- und Frostperiode als verlässlicher Energieträger. Produzenten und Handel haben große Pelletmengen eingelagert. Daher können sich Betreiber von Holzpelletheizungen weiterhin in vollem Umfang auf die sichere Versorgung mit heimischen Holzpresslingen verlassen. Der Preis für Pellets hat sich trotz der aktuell sehr starken Nachfrage nur leicht nach oben bewegt. Der DEPV-Index beträgt im Februar 2011 239,90 EUR/t, ein Kilogramm kostet im deutschen Durchschnitt 0,24 EUR. Gegenüber dem Ölpreis hat sich der Preisvorteil von Pellets im letzten Monat um 2 Prozentpunkte erhöht und liegt jetzt bei rd. 45 Prozent, wie der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV) berichtet.
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Schwerin, 10.02.2012 "Beim weiteren Ausbau der Bioenergie ist es wichtig, die Bürger stärker zu beteiligen", betonte Schlotmann. "Es geht darum, neue Modelle der wirtschaftlichen Teilhabe der Menschen an der Bioenergieproduktion zu entwickeln und zu unterstützen – wie etwa bei Bürgerwindparks und Bürgersolaranlagen." Darin sei man sich mit dem Bundesverband einig, so der Minister. Dies schaffe eine höhere Akzeptanz bei den Menschen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. "Außerdem soll der Aufbau von Bioenergiedörfern fortgesetzt werden", so Schlotmann. "Dadurch entstehen dezentrale Energieversorgungssysteme mit regionalen Stoffkreisläufen und neue, qualifizierte Arbeitsplätze.
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Freising, 30.09.2011: Eines der wichtigsten Ziele der Erneuerbaren Energien ist die Einsparung von Treibhausgasemissionen als Beitrag zum Klimaschutz. Die EU fördert den Ausbau Erneuerbarer Energien mit der Maßgabe, dass Klimagasemissionen reduziert werden. Im Bereich der Biokraftstoffe (damit auch bei der Verwendung von Biomethan als Kraftstoff) werden mittlerweile Nachweise gefordert, die eine Mindesteinsparung an Treibhausgasemissionen von 35 Prozent im Vergleich zu fossilen Quellen belegen. Freigesetzte Emissionen aus indirekter Landnutzungsänderung (indirect land use change - iLUC) sollen laut Verordnung dabei berücksichtigt werden. Diese indirekten Landnutzungsänderungen entstehen, wenn auf Flächen zum Biomasseanbau eine vorherige andere Nutzung (z.B. Nahrungs- oder Futtermittelanbau) verdrängt wird. Dabei wird davon ausgegangen, dass diese Verdrängung zu einem Anbau von Nahrungs- oder Futtermitteln an anderer Stelle führt. Da eine Ausweitung der Nachhaltigkeitsanforderungen auf gasförmige Biomasse (Biogas) wahrscheinlich ist, beschäftigt sich der Fachverband Biogas e.V. schon seit längerem mit diesem Thema.
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